Kirchenmusik

Seit August 2016 bin ich im Ruhestand und widme mich nun wieder mit großer Freude meinen Hobbies, in erster Linie der Musik.

In meiner Jugend und als junger Erwachsener versah ich in einer Vorstadtgemeinde von Mainz den Organistendienst und leitete zwei Scholas. Wir hatten zu dieser Zeit jeden Sonntag einen Gottesdienst mit modernen Liedern. Eine Vorsängergruppe war immer da, die musikalische Begleitung wechselte je nach Zeit und Bedarf.

Über die modernen Lieder im Gottesdienst kam ich zur Tanzmusik. Nach und nach trat ich alleine oder in einer kleinen Band bei verschiedenen Gelegenheiten auf und verdiente mir später mein Studium mit meinen Auftritten.

Weil ich einerseits die Auftritte spannender fand als das Studium, andererseits aber keinem „auf die Tasche“ fiel, wurde daraus eine sehr (!) lange Studienzeit.

Auch in den ersten beiden Jahrzehnten als Lehrer auf Nonnenwerth spielte ich noch regelmäßig Tanzveranstaltungen.

In unserer Schule gestaltete ich mit anderen zusammen viele der Gottesdienste inhaltlich und musikalisch. Als ich irgendwann in den Kreis der Schulleitung kam, wurde es dann zu viel – und ich verkaufte meine ganze Anlage. Das Musizieren schlief fast völlig ein, erst recht als ich dann Schulleiter wurde.

Nach meiner Pensionierung entdeckte ich wieder die Orgelmusik für mich und übe seitdem intensiv. Seit Herbst 2017 spiele ich im Seelsorgebereich Unkel aushilfsweise Orgel. Das macht mir sehr viel Spaß.

Allerdings finde ich es noch schöner und interessanter, mit anderen gemeinsam zu musizieren. Das hat sich jetzt auch als Folge der Coronapandemie so ergeben: Weil die Gemeinde nicht singen darf, spielen wir eben und/oder singen mehrstimmig. Seit Mai arrangiere ich viele traditionelle Lieder aus dem Gotteslob und viel modernes Liedgut für unsere wechselnden Besetzungen. Auch das macht total viel Spaß. Am Computer kann ich zwar schon ahnen, wie es später klingen wird. Es dann aber live zu hören, ist für mich wirklich eine schöne Sache.

Zu Beginn diesen Jahres, kam mir nach vielen Gesprächen mit meinen Mitmusiker*Innen und Pfarrer Düren die Idee zu „Mitmachgottesdiensten“. Leider machte es die gegenwärtige Situation unmöglich, diesen Gedanken dauerhaft zu verwirklichen. Es blieb bei zwei Gottesdiensten – und dann kam der Virus….